Friedhelm Funkel

Rekord-Aufstiegstrainer & Comeback-Experte
Friedhelm Funkel ist der Rekord-Aufstiegstrainer des deutschen Fußballs. Sieben Bundesliga-Aufstiege, kein anderer hat mehr. Er hat Uerdingen hochgeführt, Duisburg, Köln, Frankfurt und Düsseldorf. Er hat Rostock gerettet, Köln und Kaiserslautern. Und mit 71 übernahm er den 1. FC Köln, zwei Spiele vor Schluss. Er gewann beide. Köln stieg als Meister der 2. Bundesliga auf. Kein Aufstiegstrainer im deutschen Profifußball war je älter.
Jetzt ist er im Team „Be Butterfly“. Bei uns redet er über Führung unter Druck. Über Comebacks. Über Ruhe, wenn alle nervös werden. Sein Rezept klingt einfach und ist es nicht: „Die Ruhe bewahren, Selbstbewusstsein ausstrahlen, der Mannschaft vertrauen. Wer verkrampft, hat schon verloren.“ Genau das bringt er auf die Bühne. Vor Teams, die liefern müssen, wenn es zählt.
Zur Person
Jahrgang 1953. Geboren in Neuss, zu Hause in Krefeld. Friedhelm Funkel ist Rheinländer durch und durch. Als Spieler bestreitet er 320 Bundesligaspiele und gewinnt 1985 mit Außenseiter Uerdingen den DFB-Pokal, 2:1 gegen die Bayern. Als Trainer prägt er den deutschen Fußball über Jahrzehnte: fünf Jahre Eintracht Frankfurt, Zweitliga-Meisterschaft und Aufstieg mit Fortuna Düsseldorf 2018, Rettungsmissionen in Rostock, Köln und Kaiserslautern. Heute sagt er: „Ich muss das nicht mehr machen, aber ich habe noch Spaß daran, ich habe Bock darauf.“ Dieser Satz beschreibt ihn besser als jede Vita.
Was er kann
Friedhelm Funkel macht Druck besprechbar. Er weiß, wie sich zwei Endspiele um den Aufstieg anfühlen. Und er weiß, wie man sie gewinnt: mit Ruhe und Klarheit. Genau das gibt er weiter. Im moderierten Gespräch übersetzt er Abstiegskampf in Führungsalltag: Wie bleibe ich ruhig, wenn alle nervös werden? Wie gebe ich Vertrauen, damit Leistung zurückkommt? „Du bekommst das von den Spielern zurück“, sagt er. Seine Antworten kommen aus sieben Aufstiegen und drei Rettungen. Erlebt, nicht angelesen.
Was ihn qualifiziert
Sieben Bundesliga-Aufstiege als Trainer, Alleinrekord. Mit 71 der älteste Aufstiegstrainer des deutschen Profifußballs. 2005 führt er Eintracht Frankfurt nach elf Punkten Rückstand am 19. Spieltag noch zum Aufstieg. Bis heute ist er dort Rekord-Cheftrainer nach Pflichtspielen, 2023 ehrt ihn der Klub mit dem ersten Lebenswerk-Preis seiner Geschichte. Bei der Trainerwahl 2019 des „Kicker“ landet er auf Platz 2, direkt hinter Jürgen Klopp. Dazu Rettungen von Rostock, Köln und Kaiserslautern. Wer über Comebacks sprechen will, findet keinen glaubwürdigeren Absender.
Was ihn so authentisch macht
Friedhelm Funkel hat als Cheftrainer nie einen großen Titel gewonnen. Drei Pokalfinals, alle mit einem Tor verloren. Zuletzt 2024, als er Zweitligist Kaiserslautern gegen Leverkusen führte, das in jener Saison ungeschlagen Deutscher Meister wurde. Er verschweigt das nicht. Er erzählt es. Denn sein Lebenswerk besteht aus Comebacks, aus Mannschaften, die keiner mehr auf der Rechnung hatte. Schon 2021, als Köln ihn „König Friedhelm“ rief, winkte er ab: „Das ist zu viel der Ehre.“ Der „Kicker“ beschreibt seine Arbeit so: „Mit Ruhe, Vertrauen und Schmunzlern.“ Demut als Stärke. Das kann man nicht spielen.
„Du bekommst das von den Spielern zurück.“
Alles auf einen Blick
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